Betrugsprävention: So vermeidest du Online-Betrug zu Weihnachten bzw. an den Feiertagen

Gerade zur Weihnachtszeit sind viele Menschen anfällig für Online-Betrug, der in vielfältiger Form, aber hauptsächlich via E-Mails und Social-Media-Plattformen auf weihnachtlich gestimmte Opfer wartet. Bleib also wachsam und sei vorsichtig, wenn du auf Social-Media-Anzeigen zu reduzierten Artikeln, Veranstaltungsangeboten sowie Direktnachrichten von Fremden stößt.

In diesem Beitrag erfährst du, mit welchen Methoden Opfer betrogen werden und wie du dich for Online-Betrug schützen kannst.

Betrügereien, die bei Cyberkriminellen zu Weihnachten besonders hoch im Kurs stehen

1. Irreführende Social-Media-Anzeigen

Wenn du durch deinen Social-Media-Feed scrollst, siehst du während oder kurz nach den Feiertagen oft reduzierte Artikel, die von Unternehmen sensationell günstig zum Verkauf angeboten werden. Manchmal wird sogar behauptet, dass du mit einem Kauf eine Wohltätigkeitsorganisation unterstützt. Bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein ist Vorsicht geboten! Bevor du bestellst, solltest du dir ein wenig Zeit nehmen und überprüfen, ob es sich bei dem Onlineshop um ein tatsächlich existierendes, seriöses Unternehmen handelt.

2. Feiertags-Apps

Apples App Store und Google Play listen Dutzende von Apps zum Thema Feiertage auf, in denen Kinder live mit dem Weihnachtsmann chatten, seinen Schlitten an Heiligabend verfolgen oder ihre Weihnachtswunschlisten weitergeben können. Lies die Datenschutzrichtlinien dieser Apps bevor du sie installierts, um zu sehen, welche Informationen gesammelt und weitergegeben werden. Sei grundsätzlich vorsichtig bei kostenlosen, aber auch bei kostenpflichtigen Apps, denn sie können Malware enthalten.

3. Warnungen über kompromittierte Konten

Warnungen über kompromittierte Konten sind auch in diesem Jahr wieder sehr beliebt. Du wirst darüber informiert, dass dein Amazon-, Paypal-, Netflix- oder Bankkonto kompromittiert wurde. Opfer erhalten eine E-Mail, einen Anruf oder eine SMS, in der erklärt wird, dass auf einem deiner Konten verdächtige Aktivitäten stattgefunden haben. Ausserdem werden sie dazu aufgefordert, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass das Konto kompromittiert wird. Sei über die Feiertage besonders vorsichtig bei unerwünschten Anrufen, E-Mails und Textnachrichten.

4. Gefälschte “Look-alike-Websites”

Die Weihnachtszeit bringt endlose E-Mails mit Angeboten, Verkäufen und Schnäppchen. Sei vorsichtig bei E-Mails mit beigefügten Links. Einige können zu ähnlich aussehenden Websites (gefälschte Markenwensites) führen, die von Betrügern erstellt wurden, um Menschen dazu zu bringen, Malware herunterzuladen, Sackgassenkäufe zu tätigen und private Informationen weiterzugeben. Wenn du bezüglich einer E-Mail unsicher bist, klicke auf keinen Fall auf einen der angegebenen Links. Bewege stattdessen den Mauszeiger über die Links, um zu sehen, wohin sie umgeleitet werden.

5. Gefälschte Versandbenachrichtigungen:

Immer mehr Verbraucher tätigen Einkäufe online, und auch die Zahl der Benachrichtigungen über Versanddetails von Einzelhändlern und Spediteuren nimmt zu. Betrüger nutzen solche Benachrichtigungen, um Phishing-E-Mails mit beigefügten Links zu versenden, die möglicherweise unerwünschten Zugriff auf deine privaten Informationen ermöglichen oder Malware auf dein Gerät herunterladen.

So schützt du dich grundsätzlich vor Online-Betrug

1. lass dich nicht unter Druck setzen

Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein, solltest du Vorsicht walten lassen. Fühle dich nicht unter Druck gesetzt, einen Kauf zu tätigen, aus Angst, etwas zu verpassen. Angst, Hektik, voreiliges Handeln und Unüberlegtheit machen dich anfällig für Online-Betrug.

2. Kaufe nur auf seriösen Websites ein

Wenn du auf der Suche nach bestimmten Angeboten oder Produkten bist, führen die Suche selbst durch. Vermeide das Klicken auf Links in E-Mails oder in sozialen Medien, die tolle Angebote versprechen. Anzeigen können aussehen, als kämen sie von legitimen Einzelhändlern. In Wirklichkeit wurden sie aber von Betrügern erstellt.

3. Halte dein System, deine Software und deine Apps stets aktuell

Stelle sicher, dass du alle Updates herunterlädst, sobald sie verfügbar sind, um dich zu schützen. Wenn du auf einen Link klickst oder einen Anhang in einer E-Mail herunterlädst, können Hacker Malware in dein Gerät einschleusen, die deine Anmeldeinformationen oder deine Zahlungsinformationen stehlen können.

    4. Verwende beim Online-Shopping kein öffentliches WLAN

    Öffentliches WLAN ist nicht sicher und kann leicht nachgeahmt oder gehackt werden. Du solltest deshalb besonders vorsichtig sein, und den Zugriff auf sensible Websites (z. B. deine Bank) vermeiden. Wenn du öffentliches WLAN verwenden musst, schalte ein VPN (Virtuell Private Network) ein.

    5. Reagiere nicht auf unerwartete oder unerwünschte Nachrichten

    Dazu gehören SMS, Tweets, Telefonanrufe oder E-Mails. Sei besonders vorsichtig mit Links in Nachrichten, da diese möglicherweise nicht so authentisch oder echt sind, wie sie klingen. Überprüfe im Zweifelsfall beim Anbieter/Händler, ob die E-Mail, die du erhalten hast, legitim ist.

    6. Verwenden Sie sichere Passwörter

      Sichere Passwörter sind für alle Konten wichtig, insbesondere beim Online-Shopping. Verwende nicht dasselbe Passwort auf mehreren Websites und teile niemals deine Passwörter. Verwende nach Möglichkeit die 2-Faktor- oder Multifaktor-Authentifizierung zur Anmeldung in deinen Konten.

      7. Überprüfe, ob die URLs mit der echten Domain des Anbieters/Einzelhändlers übereinstimmen

      Stelle vor dem Kauf sicher, dass die Website bzw. der Onlineshop https-gesichert sind. Achte auf schlechte Rechtschreibung und Bilder von geringer Qualität, da dies ggf. auf eine in Eile erstellte und gefälschte Website hinweisen kann. Selbst wenn die URL wie die eines vertrauenswürdigen Händlers aussieht, könnte es sich um einen Händlerbetrug handeln, bei dem die URL fast genau mit der Website des Händlers übereinstimmt.

        8. Deaktiviere das Speichern von Details

        Wenn Einzelhändler fragen, ob du deine Zahlungsdaten speichern möchtest, lehnen es ab. Es ist wichtig, niemals deine Bankdaten bei einem Online-Shop zu speichern, selbst wenn du sicher bist, dass es sich um eine seriöse Website handelt.

          9. Überprüfe deine Datenschutzeinstellungen für soziale Medien

          Wenn du zu viele Informationen online teilst, wirst du zu einem leichten Ziel für Identitätsdiebstahl.

            10. Melde dich von deinem Konto ab, wenn du fertig bist

            Angemeldet zu bleiben, öffnet dem Diebstahl deiner persönlichen Daten und Hacking-Möglichkeiten Tür und Tor.

            Wenn du meine Tipps befolgst, bist du relativ sicher im Netz unterwegs, auch zur Weihnachtszeit :-)

            Ich wünsche euch allen ein charmantes, fröhliches und entspanntes Weihnachtsfest !!

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