FBI warnt vor Betrugsseiten rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026

Die US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) warnt in einer aktuellen Mitteilung vor einer zunehmenden Welle von sogenannten „Spoofing“-Angriffen im Internet im Umfeld der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Im Fokus stehen dabei gefälschte Webseiten, die sich als offizielles Angebot des Weltfußballverbands FIFA ausgeben und Nutzer gezielt in die Irre führen sollen.

Anlass der Warnung durch das FBI ist der wachsende Missbrauch von täuschend echt gestalteten Internetseiten, die das Ziel haben, persönliche Daten oder Geld von Nutzerinnen und Nutzern zu ergaunern. Besonders kritisch sei die Entwicklung, da viele dieser Seiten bereits im Vorfeld der 2026 FIFA World Cup aktiv seien und sich optisch sowie inhaltlich stark an das Original anlehnen.

Gefälschte Webseiten als Betrugsmasche

Nach Angaben der Ermittler erstellen Cyberkriminelle Webseiten, die dem offiziellen Auftritt von FIFA zum Verwechseln ähnlich sehen. Häufig werden dabei nur kleine Änderungen in der Webadresse vorgenommen, wie z. B. Tippfehler, zusätzliche Wörter oder abweichende Endungen wie „.org“ statt „.com“ oder „.de“. Diese Methode wird als sogenanntes „Typosquatting“ bezeichnet.

Ziel der Täter ist es, ahnungslose Besucher dazu zu bringen, persönliche Informationen einzugeben. Dazu zählen unter anderem Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Bankdaten. In manchen Fällen werden über solche Seiten auch gefälschte Tickets oder angebliche VIP-Pakete für die Weltmeisterschaft verkauft.

Besonders gefährlich: Gelangen Kriminelle an diese Daten, können sie Identitäten übernehmen, Konten eröffnen oder finanziellen Schaden verursachen.

Zahlreiche gefälschte Domains im Umlauf

Die Ermittlungsbehörden haben bereits eine Reihe von betrügerischen Internetadressen identifiziert, die FIFA imitieren. Dabei handelt es sich unter anderem um Varianten mit ungewöhnlichen Endungen oder Zusätzen wie „ticket“, „jobs“ oder „worldcup2026“. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl solcher Seiten bis zum Turnierbeginn deutlich steigen wird.

Empfehlungen der Behörden

Die Federal Bureau of Investigation rät Internetnutzerinnen und -nutzern zu besonderer Vorsicht. Offizielle Seiten sollten ausschließlich durch direkte Eingabe der Adresse oder über gespeicherte Lesezeichen aufgerufen werden, insbesondere die offizielle Seite der FIFA.

Auch Suchmaschinen-Ergebnisse seien nicht immer vertrauenswürdig, da dort teilweise bezahlte Werbeanzeigen auf betrügerische Seiten führen können. Nutzer sollten außerdem darauf achten, nur Websites zu verwenden, deren Adresse exakt der offiziellen Domain entspricht.

Was tun im Ernstfall?

Wer den Verdacht hat, Opfer eines solchen Betrugs geworden zu sein, sollte den Vorfall an das Internet Crime Complaint Center melden. Die Plattform Internet Crime Complaint Center ist unter IC3 Official Website erreichbar. Dort können Betroffene Angaben zu der gefälschten Webseite, möglichen Geldtransaktionen und den eingegebenen Daten machen.

Wer den Verdacht hat, auf eine gefälschte Webseite hereingefallen zu sein oder bereits Daten eingegeben bzw. Geld überwiesen zu haben, sollte schnell handeln und den Vorfall melden.

Neben der Meldung beim US-amerikanischen Internet Crime Complaint Center gibt es für Betroffene in Deutschland mehrere zentrale Anlaufstellen:

In Deutschland ist zunächst die Polizei zuständig. Eine Anzeige kann entweder direkt bei der örtlichen Polizeidienststelle oder online über die jeweilige Onlinewache der Bundesländer erstattet werden, beispielsweise über Polizei Onlinewache.

Zentrale Anlaufstelle für Fragen zur Cybersicherheit ist außerdem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Es informiert über aktuelle Betrugsmaschen, warnt vor bekannten Phishing-Kampagnen und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Verbraucher. Link zur offiziellen Website des BSI.

Auch die Verbraucherzentrale bietet Unterstützung für Betroffene von Onlinebetrug. Sie hilft insbesondere bei Fragen zu unberechtigten Abbuchungen, unseriösen Online-Shops und der Durchsetzung von Verbraucherrechten: Verbraucherzentrale.

Wichtig ist in jedem Fall: Betroffene sollten verdächtige Webseiten, Domains und Zahlungsinformationen so genau wie möglich dokumentieren. Dazu gehören die Internetadresse, Screenshots, Zahlungsdaten und alle verfügbaren Kommunikationsverläufe. Je schneller reagiert wird, desto höher ist die Chance, weiteren Schaden zu verhindern oder bereits getätigte Zahlungen zurückzuverfolgen.

Zunehmende Betrugsgefahr im Umfeld der WM 2026

Mit dem näher rückenden Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wächst auch die Aktivität von Cyberkriminellen im Netz. Die Behörden warnen daher eindringlich vor unbedachter Nutzung von Suchergebnissen und unbekannten Webseiten. Ein genauer Blick auf die Internetadresse könne im Zweifel entscheidend sein, um Datenklau und finanzielle Schäden zu verhindern.

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