Achtung Phishing: Gefälschte ELSTER-Mail mit Aufforderung zur Datenaktualisierung im Umlauf
Achtung vor Phishing-Nachrichten, die angeblich von ELSTER stammen: Derzeit kursieren betrügerische E-Mails, die den Eindruck erwecken, sie stammten vom ELSTER-Portal. Die Nachrichten richten sich insbesondere an Unternehmerinnen und Unternehmer. Die Empfänger werden dazu aufgefordert, ihre Unternehmensdaten dringend zu aktualisieren. Die Nachricht klingt offiziell, verwendet ein ELSTER-Logo und droht sogar mit möglichen Verwaltungsverfahren, Gebühren oder weiteren Konsequenzen, wenn du nicht innerhalb kürzester Zeit reagierst.
Diese E-Mail stammt nicht von ELSTER:
| Betreff: Verifizierung lhrer Daten |
| Von: lhr OnIine-Finanzamt <info@muffinash.org> |
Die Empfänger werden unter Zeitdruck gesetzt und aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden eine Datenaktualisierung über einen angeblichen ELSTER-Link vorzunehmen. Andernfalls werden Verwaltungsverfahren, Gebühren oder weitere Maßnahmen angedroht.
Bei dieser Nachricht handelt es sich eindeutig um einen Phishing-Versuch. Ziel der Betrüger ist es, Nutzerinnen und Nutzer auf eine gefälschte Webseite zu locken, um Zugangsdaten, Unternehmensinformationen und andere vertrauliche Daten abzugreifen.
Weiterer Beitrag zum Thema: Vorsicht, Phishing! Gefälschte ELSTER-Mail zur Steuererstattung im Umlauf
Lass dich nicht unter Druck setzen
Die Masche ist immer ähnlich: Die Nachricht erzeugt Angst und Zeitdruck.
„Letzte Aufforderung“, „innerhalb von 24 Stunden“, „weitere Maßnahmen“ – solche Formulierungen sollen dich dazu bringen, schnell zu handeln, ohne die E-Mail genauer zu prüfen. Genau darauf setzen die Täter.
MERKE: Nimm dir immer die Zeit, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und gründlich zu prüfen. Behördliche Aufforderung, wie in diesem Fall, erhältst du nicht per E-Mail, SMS oder über einen Messenger!
Diese Warnzeichen solltest du kennen
Achte besonders auf folgende Hinweise:
- Du wirst plötzlich aufgefordert, Daten über einen Link zu aktualisieren. Öffne solche Links nicht, wenn du die Nachricht nicht erwartet hast.
- Die E-Mail erzeugt Druck oder Angst. Zeitlimits und Drohungen sind typische Mittel von Betrügern.
- Die Anrede ist unpersönlich. Formulierungen wie „Sehr geehrte/r Unternehmer/in“ sind häufig ein Hinweis auf Massenversand.
- Der Absender wirkt offiziell, ist es aber möglicherweise nicht. Logos und Namen lassen sich leicht kopieren.
- Du sollst vertrauliche Informationen eingeben. Zugangsdaten, Zertifikate oder Unternehmensdaten gehören niemals in verdächtige Online-Formulare.
Was du jetzt tun solltest, wenn du diese oder eine ähnliche Nachricht erhalten hast
- Klicke nicht auf den enthaltenen Link.
- Öffne keine Anhänge.
- Gib keine Zugangsdaten oder Unternehmensinformationen ein.
- Lösche die E-Mail nicht vorschnell, wenn du sie melden möchtest – sichere sie zunächst.
- Informiere Kolleginnen, Kollegen oder Geschäftspartner, damit auch andere gewarnt sind.
Wenn du prüfen möchtest, ob tatsächlich eine Nachricht für dich vorliegt, gehe immer selbstständig über die offizielle Webseite zu ELSTER: ELSTER – offizielles Portal der Steuerverwaltung ( https://www.elster.de ).
Wo kannst du die Betrugs-Mail melden?
Wenn du eine solche Phishing-Mail erhalten hast, kannst du sie an zuständige Stellen weitergeben:
ELSTER / Steuerverwaltung
ELSTER Sicherheitshinweise ( https://www.elster.de/eportal/infoseite/sicherheit_(allgemein) )
Du hast schon geklickt oder Daten eingegeben?
Dann solltest du schnell handeln:
- Ändere betroffene Passwörter sofort.
- Sperre gegebenenfalls betroffene Zugänge.
- Informiere deine IT-Verantwortlichen oder deinen Dienstleister.
- Prüfe deine Systeme auf ungewöhnliche Aktivitäten.
- Erstatte bei Schaden oder Datendiebstahl Anzeige bei der Polizei.
Wenn du bereits Daten eingegeben hast, einen finanziellen Schaden feststellst oder deine Zugangsdaten betroffen sein könnten, solltest du dich an deine örtliche Polizeidienststelle wenden und Anzeige erstatten. Du kannst auch online Strafanzeige bei der Polizei erstatten:
Onlinewache der Polizei: https://portal.onlinewache.polizei.de/
Über die Onlinewache kannst du unter anderem Betrugsdelikte im Internet und den Missbrauch von Daten oder Kundenkonten melden. Wähle dort dein Bundesland aus und folge den weiteren Schritten.
Bewahre die E-Mail möglichst auf, wenn du sie melden möchtest. Hilfreich sind:
- die vollständige E-Mail inklusive Kopfzeilen,
- Screenshots der Nachricht,
- die Absenderadresse,
- enthaltene Links oder Anhänge.
Je mehr Informationen vorliegen, desto besser können die zuständigen Stellen die Betrugsmasche nachvollziehen.
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Dein wichtigster Schutz: Ruhe bewahren und prüfen
Betrüger nutzen nicht nur Technik, sondern vor allem deine Aufmerksamkeit und dein Vertrauen. Eine professionell aussehende E-Mail bedeutet nicht automatisch, dass sie echt ist. Lass dich nicht von angeblichen Fristen oder Drohungen einschüchtern. Prüfe jede unerwartete Aufforderung zur Datenaktualisierung sorgfältig und gib sensible Informationen nur über sichere, bekannte Wege ein.
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